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493
Katalog Nr. 493
Schätzpreis  75.000 - 110.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Marcel Jean Richard, Les Brenets, Suisse

, Geh. Nr. 10568, 55 mm, 158 g, circa 1956

Bedeutende, einzigartige, astronomische und hochfeine "Grande Complication" mit Tag-, Datums- und Monatsanzeige unter Berücksichtigung des Schaltjahres "Ewiger Kalender", Mondphase mit kobaltblau emaillierter Mondphasenscheibe mit eingelegten goldenen Sternen und Mond, Mondkalender und Minutenrepetition mit Westminster Carillon, angefertigt für den berühmten blinden Organist André Marchal, Paris 1956


Geh.: 18Kt Gold, glatt, Goldcuvette mit Widmungsgravur. Ziffbl.: versilbert. Werk: Brückenwerk, 4 Hämmer / 4 Tonfedern, Goldschrauben-Komp.-Unruh.

Marcel Jean Richard wurde 1893 in Le Locle geboren. Er starb 1986 in Les Brenets in der Schweiz. Er war ein Nachkomme von Abraham Jean Richard, Bruder des legendären Vaters der Schweizer Uhrmacherkunst Daniel Jean Richard.
Marcels Vater, Edward, führte von 1928 an ein Uhrenfachgeschäft in Le Locle bis 1939. Aus dieser Werkstatt gingen viele komplizierte Uhren hervor, die unter anderem von Breguet in Paris bezogen wurden. Marcel Jean Richard unterrichtete kurz am Technikum in Le Locle, wo er aufgrund seiner Begabung bereits als junger Mann aufgefallen war. Er baute komplizierte Uhren mit ewigem Kalender und Mondphasen. 1951 fertigte er die vier Uhren an der Fassade des Gübelin Hauses in Luzern. Desweiteren hatte er Beziehungen zum Hause Chaumet in Paris. Einige seiner Uhren befinden sich heute im Museum in Le Locle.

André Marchal (1894 - 1980)
André Marchal wurde 1894 als Sohn des Ingenieurs Eugène Marchal in Paris geboren und war von Geburt an blind. Er wurde 1903 mit 9 Jahren Schüler des Nationalen Instituts für junge Blinde. Er studierte dort bei Adolphe Marty (Orgel) und Albert Mahaut (Harmonielehre/Tonsatz). Im Jahre 1911 wurde er für ein Aufbaustudium am Pariser Konservatorium in die Orgelklasse von Eugène Gigout aufgenommen. Er beendete das Studium 1913 mit einem hervorragenden „ersten Preis für Orgel und Improvisation“. Ebenso schloss er ein Kompositionsstudium bei Caussade 1917 mit einem Preis ab (Kontrapunkt und Fuge). Als konzertierender Organist trat Marchal als universell begabter Künstler in Erscheinung, und erreichte schnell hohen Bekanntheitsgrad. Er war sowohl ein souveräner Orgelliteratur-Interpret als auch ein begnadeter Orgel-Improvisator.
Quelle: https://de.wikipedia.org/‌wiki/Andr%C3%A9_Marchal, Stand 11.02.2016.

Westminster Carillon
Uhren mit einem Carillon-Spielwerk sind ausgesprochen selten zu finden; es sind heute nur einige wenige Exemplare mit vier Hämmern und Westminsterschlag bekannt. Der Mechanismus wurde am 20. März 1896 als Patent Nr. 11948 von Constant Piguet eingetragen; man weiß lediglich von zwei weiteren Uhrmachern - Eduard Jean Richard und Victorin Piguet - die sich auf diese Art von Uhren spezialisiert haben und unseres Wissens wurden nur drei Schläge von den Carillons mit vier Hämmern gespielt: der Westminsterschlag, die Schweizer Nationalhymne und God Save the King.

Um genau zu sein, müsste man den Westminsterschlag allerdings als Cambridge-Schlag bezeichnen, da er zuerst 1793 in der Kirche von St. Mary's Church in Cambridge verwendet wurde. Der Schlag wurde von Rev. Dr. Joseph Jowett und Dr. John Randall gemeinsam mit dem Musikstudenten William Crotch komponiert - Crotch sollte später der erste Prinzipal der Royal Academy of Music werden. Lord Grimthorpe verwendete den Schlag dann für seine große Glocke mit dem Spitznamen "Big Ben" in der Uhr, die er für den Nordturm des Westminster-Palastes konstruierte. Der Schlag ist wohl eine Variation von vier Noten aus Händels Messias.
#42069
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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