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547
Katalog Nr. 547
Schätzpreis  30.000 - 50.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Auguste Fénon, Nr. 26, Höhe 1420 mm

, circa 1890

Extrem seltener, bedeutender Präzisionsregulator mit Messing/Stahl-Rostpendel und elektrischem Sekundenkontakt


Geh.: Mahagoni. Ziffbl.: versilbert. Werk: rundes Messing-Platinenwerk, seitlicher Gewichtsantrieb, Grahamhemmung mit Saphirpaletten, Aufhängung über Pendelfeder.

Das Pendel dieser außergewöhnlichen Uhr hängt an einem sechs Zentimeter langen Messingblock, der über zwei Pendelfedern und einem weiteren Messingblock mit der massiven gußeisernen Werkplatte verbunden ist. Auf dem Pendelblock verschraubt befindet sich ein Anker, der zwar Ähnlichkeiten mit einem Graham-Anker hat, dessen Schenkel an der Aufhängung aber zu Federstärke dünn geschliffen sind und auf einer breiteren Stahlauflage Halt finden.
Das Werk besitzt eine vollständige runde Messingummantelung. Das extrem sachliche Gehäuse mit der großen Fronttüre ist verschraubt und mit Griffen versehen.

Auguste Fénon (1843-1913) zählt zu den herausragenden Uhrmachern Frankreichs. Als Schüler von Joseph Thaddäus Winnerl (1799-1886), dem langjährigen Direktor des Pariser Observatoriums, war sein Arbeitsgebiet vor allem Uhren mit hoher Ganggenauigkeit wie Chronometer für die Seefahrt und Präzisionspendeluhren. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so gewann er 1878 den Wettbewerb der Stadt Paris für eine Zentraluhr, die die 20 Nebenuhren in den einzelnen Arrondissements der Stadt synchronisieren sollte. Da es nicht zu dem Auftrag kam, wurde diese Uhr später dem Pariser Observatorium übergeben, wo sie zusammen mit einem Instrument von Winnerl dort die Funktion der Hauptuhr übernahm. Nach einer anderen Version übergab sie der verärgerte Fénon dem Observatorium Besançon. Von den in Frankreich ab 1880 neu gegründeten Observatorien, deren Direktoren alle Fénon kannten, wurden überwiegend seine PPU bestellt. Als assoziierter Uhrmacher des Pariser Observatoriums in der Nachfolge in dieser Funktion von Winnerl war er Lieferant von Chronometern für die französische Marine. Es gelang ihm, die Ganggenauigkeit seiner PPU immer weiter zu verbessern, so wies die 1884 an das Observatorium in Marseille gelieferte Uhr nach sechs Monaten eine Gangabweichung von wenigen Hundertstel Sekunden auf.

In den folgenden Jahren wurden die von ihm gefertigten PPU in zahlreichen Observatorien in Europa und in Südamerika verwendet. Auf der Weltausstellung in Paris 1889 erhielt er für sein Gesamtwerk den ersten Preis in der Abteilung Uhren und wurde Ritter der Ehrenlegion. Auf Betreiben des damaligen Direktors des Observatoriums Besançon L. Gruey wurde er zum Leiter der dortigen Uhrmacherschule ernannt, 1897 Mitglied des Bureau des Longitudes in Paris.
Quelle: Klaus Kölmel: Präzisions-Pendeluhren des Observatoriums Besançon, in Klassik Uhren 3/2016
#42712
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut, leicht oxidiert
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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