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96
Katalog Nr. 96
Schätzpreis  82.000 - 110.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Jaques Bruguier à Genève, 96 x 59 x 34 mm, 362 g

, circa 1870

Kostbare Goldemail-Singvogeldose mit original Begleitschreiben des ehemaligen Verkäufers Robert Burnett an Miss W. Primrose in Heswall von 1966 und einer mit Seide und Samt ausgeschlagenen Präsentationsschatulle, signiert T. Kirkpatrick


Geh.: Gold, rechteckige Dose mit abgerundeten Ecken, die Oberseite guillochiert und transluzid kobaltblau emailliert, verziert mit hochfein gravierten Blüten und Ranken; im Zentrum ovaler Deckel, dekoriert mit einem diamantbesetzten Lilienstrauß; die Seiten mit geometrischem Rautendekor. Auf der rechten Seite Schieber zum Auslösen des Automaten mit rotierendem, gefiederten Singvogel. Der Boden in Sablé Technik und mit Blüten und Ranken hochfein graviert. Automatenwerk: Rechteckformwerk, Vollplatine, runde Pfeiler, Kette/Schnecke, Blasebalg, Vogel mit beweglichem Kopf, Flügeln, Schnabel und Schwanz vor durchbrochen gearbeiteter, gravierter Goldplatte.

Eine nahezu identische Email Singvogeldose hatten wir in unserer 90. Auktion, Lot Nr. 181.
Allerdings unterscheidet sich das vorliegende Exemplar von der damaligen versteigerten Singvogeldose im Wesentlichen durch den besseren Erhaltungszustand: feinere Gravuren und eine atemberaubend hochfeine Emaillierung, sowie ein perfekt erhaltener Automatenmechanismus.

Jacques Bruguier (1801-1873)
Jacques Bruguier heiratete Jacqueline, die Tochter des berühmten Singvogeldosenmachers Charles Abraham Bruguier am 13. Januar 1853 und hatte eine Werkstatt in der Rue des Pâquis in Genf. Der Familienname läßt darauf schließen, dass eine Verwandtschaft der Familien bestand; Beweise gibt es hierfür jedoch nicht. Die Eltern von Jacques Bruguier waren der Uhrmacher Jean-Abraham Bruguier und seine Frau Rose Lamon. Jacques wurde im Juni 1801 in Genf geboren; Genf war damals französisches Staatsgebiet, da es kurz zuvor von der jungen Republik annektiert worden war. Jean-Abraham zog mit seiner Familie in die Region Ardèche in Frankreich, Jacques kam jedoch später nach Genf zurück. Er begann als Mechaniker für Charles-Abraham Bruguier zu arbeiten und lebte ab etwa 1852 bei ihm in Grand Pré; seine zukünftige Frau Jacqueline arbeitete ebenfalls für ihren Vater indem sie die Walzen für die Spieldosen mit den Stiften versah. Bei der Hochzeit war Jacques bereits über 50 und Jacqueline fast 40 - trotzdem bekam das Paar 2 Kinder, Jacques Alexandre und Abrahamine Charlotte Françoise. Jacques und Jacqueline Bruguier lebten am Place de la Madeleine 166 von 1853 bis 1861. Jacques Bruguier zog 1869 in die Rue du Cendrier 14 und verstarb am 7. Oktober 1873.
Quelle: "Flights of Fancy", Sharon und Christian Bailly, Genf 2001, S. 280
#43752
Geh.:
Werk: sehr gut, gangfähig


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