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66
Katalog Nr. 66
98.
Schätzpreis  6.500 - 10.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Werkstatt von Jean-Abraham Lissignol und Jacques-Marc Henry zugeschrieben, 64 x 42 mm

, circa 1810

Hochfeines Goldemail Miniaturbild "Belisar bittet um Almosen" nach einem Gemälde des deutschen Malers und Radierers Friedrich Rehberg (1758-1835) und einem Kupferstich des Tessiner Kupferstechers und Malers Pietro Bettelini (1763-1828)


Geh.: Gold und Email, vergoldeter Bronzerahmen.

Die rechteckige Miniatur zeigt in feinster Emailmalerei den Feldherrn Belisar als Bettler, der um Almosen bittet. Die Komposition stammt von dem deutschen Maler Friedrich Rehberg (1758-1835). Das Werk ist Friedrich Wilhelm II. (1744-1797), König von Preußen (1786-1797), Prinz von Neuenburg, Kurfürst von Brandenburg usw. gewidmet und befindet sich heute an einem unbekannten Ort. Das Gemälde wurde dann von Pietro Bettelini (1763-1828), einem Tessiner Kupferstecher, um 1790-1791 in Rom gestochen; der Stich trägt den Titel "Date Obolum Belisario".

Die Szene ist inspiriert von der Legende des Lebens von Belisar (ca. 500-565), einem oströmischen General, Feldherr und treuer Diener des Kaisers Justinian (ca. 482-565). Er wurde von Kaiser Justinian wegen Hochverrats verurteilt und starb als blinder Bettler unter der Porta Pinciana in Rom. Sein Schicksal ist daher eine Allegorie auf die Undankbarkeit der Mächtigen dieser Welt.
Der Emailmaler wählte für seine Miniatur ein Rechteck, weshalb er den römischen Soldaten, für sein Bild aus Rehbergs Gemälde entfernen musste.

Friedrich Rehberg (1758-1835) war ein deutscher Maler und Radierer. Rehberg studierte zuerst bei Adam Friedrich Oeser in Leipzig, dann bei Giovanni Battista Casanova und Johann Eleazar Zeissig in Dresden.
Im Jahre 1777 ging er nach Rom, wo er die Werke der Altmeister, wie Annibale Carracci, Domenichino und Michelangelo unter der Aufsicht von Anton Raphael Mengs studierte. Hier wurde er Freund von Jacques-Louis David.
Im Jahre 1783 kehrte er nach Hannover zurück, wo er viele Aufträge für Porträts erhielt. Im Jahre 1784 wurde er Zeichenlehrer am Philanthropinum in Dessau. Zu seinen Schülern gehörte der Erbprinz Friedrich von Anhalt-Dessau.
Im Jahr 1786 wurde Friedrich Rehberg Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin und wurde 1787 zum Professor der Akademie berufen.
Danach kehrte er nach Rom zurück, um dort die dort zu errichtende preußische Kunstakademie zu führen. Aus politischen Gründen wurde dieses Projekt nie realisiert, aber Rehberg blieb in der Stadt. Dort schuf er eine Reihe von Bildern nach mythologischen Themen.
Im Jahre 1791 ging er nach Neapel um eine Reihe von Zeichnungen von Lady Hamilton, der Ehefrau des britischen Botschafters in Neapel, auf klassische Statuen stilisiert, zu erstellten. Die Zeichnungen erschienen in Buchform im Jahre 1794.
Im Jahre 1813 ging er nach London und schuf dort 1814 eine Allegorie von Napoleons Abdankung. Im selben Jahr kehrte er für einige Zeit nach Rom zurück, ließ sich aber schließlich in München nieder, wo er 1824 unter dem Titel "Raffael Sanzio von Urbino" ein Buch über den Künstler und 1828 ein Handbuch der Lithografie mit dreizehn eigenen Lithographien veröffentlichte.
Quelle: https://de.wikipedia.org/‌wiki/Friedrich_Rehberg, Stand 24.09.2018

Der Tessiner Kupferstecher und Maler Pietro Bettelini (1763-1828) begann sein Studium in Mailand und dann in Bologna unter der Leitung von Gaetano Gandolfi (1734-1802). Um 1781 ging er nach London, wo er Schüler von Francesco Bartolozzi (1727-1815) wurde. Anschließend studierte er in Paris bei Charles-Nicolas Cochin (1715-1790).

Jean-Abraham Lissignol wurde 1749 in Genf geboren. Er war Schüler und Partner von Jean-Marc Roux und wurde später in Paris weiter ausgebildet. Lissignol war einer der bedeutendsten Emailminiaturmaler, spezialisiert auf Schnupftabakdosen und Uhrengehäuse. Er arbeitete für Jaquet-Droz, Leschot, Rochat und John Rich, sowie für Jean-Georges Rémond & Company. 1819 starb er in Plainpalais.
#47521
Geh.: sehr gut


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