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Nachbericht zu unserer 97. Auktion am 12. Mai 2018



Eine Auktion, die mit einem urbayerischen Jauchzer beginnt? Das gibt es, wenn die wirklich beeindruckende Sattler Troja mit Tresor im Sockel am Ende beim richtigen Käufer landet (realisierter Preis 18.600 €). Auch Katalognummer 2, die nächste moderne Sattler-Uhr wurde zugeschlagen (19.900 €), ebenso wie die traditionsreicheren Stand- und Wanduhren etwa von Breguet (Los-Nr. 615, 43.400 €) oder Satori (#614, 24.800 €). Herausragend eine Wanduhr von Neher und Söhne mit einer sehr frühen Riefler-Hemmung von etwa 1892: Los-Nr. 613 wird verkauft für 50.900 €.
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Kommen wir zu den Tischuhren mit einer wunderschönen Art déco Uhr in der Originalschatulle von Breguet aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts (#263, 31.000 €).
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Deutlich älter die Urania-Pendule von Lesieur (#607) für 11.200 € und die Renaissance Türmchenuhr mit Gravuren in allerfeinster Qualität nach Sebald Behaims Kupferstichen der sieben freien Künste (#91, 21.100 €). Ein kleines Schmuckstück von Isaac Thuret, eine Reiseuhr aus dem 17. Jahrhundert, findet einen Liebhaber für 9.300 € (#88).
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Der gut gefüllte Saal sieht zahlreiche hohe Zuschläge für Taschenuhren, angeführt von Los Nr. 415, einer ultra-flachen Spindeltaschenuhr von Jacobus Nauta, circa 1685. Im Goldgehäuse mit einer Gesamthöhe von nur 15 mm befindet sich ein Werk, das zwischen den Platinen nur 3 mm Platz benötigt. Ein außerordentlich seltenes Objekt, ist doch nur eine einzige andere Uhr mit diesen Dimensionen bekannt, die im Britischen Museum in London aufbewahrt wird. Der Hersteller: Ebenfalls J. Nauta, der damit wohl die flachsten Uhren seiner Zeit gefertigt hat.
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Berühmte deutsche Namen des 19. Jahrhunderts erzielen regelmäßig hohe Preise: Dieses Mal ein in zahlreichen Publikationen zur deutschen Uhrmachergeschichte erwähntes Chronometer von Friedrich Gutkaes (#70) mit 62.000 €, von Adolf Kittel ein Chronometer mit Wippenchronometerhemmung, dessen Werk vermutlich von Fridolin Stübner in Glashütte stammt (#59, 27.300 €)
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und von Lange und Söhne eine bedeutende Glashütter Taschenuhr mit springender digitaler Stunden- und Minutenanzeige - Horas y Minutos - für den spanischen Markt (#50, 72.000 €). Hohe Erlöse erzielen unter anderen zwei Souscription-Taschenuhren von Breguet in Paris für 29.000 € und 49.000 € (#269 und #270),
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eine Longines-Savonnette mit Westminster-Carillon (#562, 31.000 €), die amerikanische Fasoldt Präzisionsuhr mit koaxialer Doppelrad-Anker-Chronometerhemmung (#525, 28.600 €), das Pellaton-Tourbillon von 1950 (#586, 40.600 €) und die beeindruckende Savonnette mit Minutenrepetition und Selbstschlag von Louis Audemars mit 44.500 € (#274).
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George Daniels gilt manchen als der bedeutendste Uhrmacher seit Breguet, seine Uhren sind selten am Markt zu finden und von höchster Qualität - eine Verbindung, die hohes Interesse und hohe Preise sichert: Am Ende wechselt die "Millenium" Armbanduhr mit Daniels Co-Axial-Hemmung (#277) für stattliche 229.400 € den Besitzer.
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Dennoch: Bei den hochwertigen Uhren bestimmen Rolex und Patek Philippe das Geschehen. Solch ausgewählte Stücke wie Gerald Gentas skelettierte "Grande Complication" (#495, 31.700 €), Lange und Söhnes "LANGEMATIK" (#6, 37.200 €) und Audemars Piguets "Royal Oak" (#300, 39.700 €) haben es diesmal nicht leicht, sich gegen diese Übermacht zu behaupten.
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Mittels Online-Geboten und häufig am Telefon werden alleine drei Rolex "Oyster Cosmograph Daytona" für weit über 50.000 € verkauft (#378 für 55.800 €, #377 für 63.300 €, #379 für 65.800 €), eine "Oyster Chronographe Antimagnetique" aus den 40er Jahren für 49.600 € (#347) und fast 100.000 € ist die Spezialanfertigung einer GMT-Master mit signiertem Zifferblatt für Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum einem Sammler wert (#366, 99.200 €).
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Darüber gibt es nur noch PPC: Das "Full Set" der Nautilus Jumbo Ref. 3700 erzielt 116.600 € (#298), die "Padellone", Ref. 3448, 143.900 € (#326), der goldene Chronograph Ref. 1463 146.400 € (#327).
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An der Spitze dann in perfektem Zustand eine Referenz 3450 von 1985 (#328) für 223.200 € und schließlich erreicht eine extrem komplizierte Referenz 3974 (#329) mit ihrem vollständigen Zubehör bemerkenswerte 310.000 €.
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Unsere nächste Auktion:

98. Auktion

10. November 2018

Sheraton Hotel
Frankfurt Flughafen