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Nachbericht zu unserer 99. Auktion am 11. Mai 2019



Beginnen wir diese Rückschau auf unsere Mai-Auktion mit den frühen Uhren. Eine museale Tischuhr von Jeremias Pfaff in Augsburg [Katalognummer 148] erzielte 26.300 € - angesichts des dargestellten tierreichen Waldstücks mit dem am Fuß einer Eiche ruhenden Hirsch ein angemessener Preis für ein absolut außergewöhnliches Stück. Ebenso aus Augsburg und mit 27.500 € noch etwas höher im Preis die Horizontaltischuhr von Hans Straus [161].
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#148, 161
Eine prächtige runde Tischuhr aus Deutschland [175] mit ihrem ungewöhnlichen Design ergab 22.500 €. 31.300 € bot ein Käufer für die astronomische Monstranzuhr [165],
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#175, 165,
während die Dresdner Tischuhr "Madonna im Strahlenkranz" [156] erst für 33.800 € einen neuen Besitzer fand. Eine Kutschenuhr von Samuel Panier à Lyon [160] aus der früheren Sammlung Vehmeyer erzielte stolze 45.000 €, die Figurenuhr mit Löwe, Meistermarke MD aus Augsburg [152], 40.700 €.
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#156, 160, 152
Seit langer Zeit werden die Frankfurter Auktionen als Treffpunkt für Sammler aus dem In- und Ausland genutzt und so war der Saal im Flughafenhotel Sheraton auch diesmal gut gefüllt, als Stefan Muser mit der traditionellen Glashütter Strecke die Versteigerung begann.

Hohe Zuschläge weit über dem Schätzpreis erreichten hier die Katalognummern 14, eine schwere Savonnette von Lange und Söhne im Graff-Gehäuse für am Ende 71.200 € und die Nummer 19, ebenfalls Lange und Söhne, ein extrem seltener Chronograph mit Minutenrepetition, für 81.300 €. Bemerkenswert auch die Nummer 29 mit 45.000 €, eine Taschenuhr mit Minutenrepetition und Chronograph, einst für stolze 2000 Mark nach Lodz an den Fabrikanten Julius Heinzel von Hohenfels geliefert.
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#14, 19
Beachtenswerte Zuschläge für Glashütter Armbanduhren: Das Sondermodell Huber einer "1815 Kalenderwoche" von Lange & Söhne für 25.000 € [34], die "Lange 1" in Platin für 30.000 € [37].
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#34, 37
Auf durchweg stabilem Niveau bewegten sich die Preise der zahlreichen hochwertigen Rolex-Modelle. Die "Milgauss" der späten siebziger Jahre [238] mit dem Endpreis von 27.500 €, eine "Oyster Cosmograph" Ref. 6265 [269] mit 39.000 €
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#238, 269, 248
und drei Referenzen 6263 "Cosmograph Daytona" zu Preisen von 35.000 € [248], 46.000 € [282] und am Ende 51.300 € für die Losnummer 239, ein Full Set des sogenannten "Big Red" Chronographen.
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#282, 239
Auffallend im großen Angebot an hochwertigen Armbanduhren von Patek Philippe: Vier Referenzen 5110 "World Time" in den vier verschiedenen Gehäuseausführungen Gold, Weißgold, Roségold und Platin.
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#81, 79, 82
Realisiert wurden hier 18.800 € [81], 22.500 € [79], 25.700 € [82] und 27.500 € [80].
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#80
Zwei Referenzen 5070 in Gold, gefertigt in jährlichen Kleinserien von 250 Stück erbrachten jeweils 47.500 € ([85] und [86]).
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#85, 86
Die astronomischen Chronographen Ref. 3970 mit ewigem Kalender, Schaltjahr, Mondphase und 24 Stundenanzeige, beide mit Originalschatulle, vollständigen Papieren und Zubehör, fanden für 57.500 € [74] bzw. 65.000 € [93] neue Besitzer.
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#74, 93
Immer mehr zum absoluten Kultobjekt avanciert die "Nautilus" von Patek Philippe. Die Katalognummer 83, eine "Jumbo" Ref. 3700 in Stahl, erzielte entsprechend 55.000 € und die "Jumbo" Ref. 3711 in Weißgold [67] wurde - telefonisch heißumkämpft und zahlreich vorgeboten - mit 86.300 € denn auch zur teuersten Armbanduhr der Auktion.
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#83, 67
Auch bei anderen Herstellern gibt es schöne – und teure – Uhren. Eine Spezialität dieses Katalogs waren die sogenannten "Generationen-Sets", in denen ein Sammler verwandte Uhren verschiedener Epochen zusammenstellte. Die zwei IWC "Portugieser" von 1942 und 2008 [425] brachten es auf ein Ergebnis von 26.300 € und eine Sammlung von 24(!) Omega "Constellations" [127] letztendlich zu 37.500 €.
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#425, 127
Wer es etwas ausgefallener mochte sicherte sich das "Jahr des Pferdes" von Vacheron & Constantin [477] für 48.300 € oder die exzentrische Urwerk [522] für 50.000 €. Ganz klassisch dagegen ein phantastischer Omega-Chronograph aus den vierziger Jahren [126], der schon im Vorfeld der Auktion große Aufmerksamkeit weckte und schließlich für fast den doppelten Schätzpreis verkauft wurde: 52.300 €.
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#477, 522, 126
Zwei meisterliche Schmuckdosen erreichten hohe Zuschläge: Eine Leferre / Malliée zugeschriebene Golddose mit Hinterglasmalerei [207] brachte 42.200 €, sogar 53.800 € die Goldemail Musikspieldose [206], zugeschrieben Zoller/Magnin/Richter.
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#207, 206
Auf großes Interesse stieß die Riefler-Tankuhr mit der Werksnummer 254 [48]. Trotz zahlreicher Umbauten verdoppelte sie den Schätzpreis und ging erst für 17.500 an den neuen Käufer. Vielleicht lag es am Vorbesitzer, stand die Uhr doch lange Zeit im Werk oder Büro bei Jaeger-LeCoultre. Von Jaeger stammt denn auch das extrem seltene und beeindruckende "Duoplan"-Gangmodell [45], das einen Preis von 33.800 € erzielen konnte.
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#48, 45
Schiffschronometer treffen auf unseren Auktionen traditionell auf eine treue Sammlergemeinschaft und so wurden auch dieses Mal die Chronometer mit einer Ausnahme alle zu guten Preisen verkauft, darunter Ditisheim [47] für 10.700 €, Barraud [51] für 13.800 € und Breguet [39] für 15.000 €.
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#47, 51, 39
Eine besondere Taschenuhr zum Schluß: Von Alphonse Pavid à Genève stammt der schwere astronomische Schelppzeigerchronograph mit ewigem Kalender und Mondphase [390]; eine der wenigen Taschenuhren mit diesen Komplikationen, die Teilnehmerin einer Chronometerprüfung war. Für 93.000 € kann sich ein Sammler in Zukunft an diesem exquisiten Stück erfreuen.
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#390
100. Auktion

100 ausgewählte Sammlerstücke

Freitag, 15. November 2019 20:00 Uhr

101. Auktion

Samstag, 16. November 2019 12:00 Uhr

Sheraton Hotel Frankfurt Flughafen