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In unserer 96. Auktion am 18.11.2017:
Ausgewählte Stücke aus einer der bedeutendsten Privatsammlungen Europas



Auktionen Dr. Crott ist stolz darauf, neben einer Vielzahl edler Taschen- und Armbanduhren, Tisch- und Präzisionspendeluhren sowie seltener Schiffschronometer auch einen Teil einer der wichtigsten Privatsammlungen Europas in der 96. Auktion am 18. November 2017 in Frankfurt versteigern zu dürfen. Zum Aufruf kommen 39 hochwertige Sammleruhren und mechanische Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen der Zeitmessung, welche sich seit über 30 Jahren in dieser Sammlung befanden.
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Darunter fünf museale Goldemail Taschenuhren mit Mehrfach-Automaten, wie beispielsweise eine bedeutende Goldemail Taschenuhr mit sieben Automatenfunktionen "Die holländische Küche". Es handelt sich hierbei um eine der gelungensten und komplexesten Automatenszenen, die in Genf im frühen 19. Jahrhundert hergestellt wurden und von denen nur noch sehr wenige erhalten geblieben sind.
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Oder eine historisch bedeutende, museale Goldemail Singvogeluhr mit Viertelstundenrepetition auf zwei Flöten und drei Automaten, von der nur insgesamt zwei weitere Exemplare bekannt sind, die sich heute in bedeutenden Museen befinden. Neben zwei Goldemaildosen, eine davon von Les Frères Toussaint, Hanau von 1780, kommen auch sechs Formuhren aus Gold und Email aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert zum Aufruf.
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Die Sammlung umfasst weiterhin drei bedeutende einzeigrige Halsuhren. Sie stammen aus dem späten 16. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts: Aus einer angesehenen Genfer Uhrmacherdynastie Rousseau stammt eine tulpenförmige Halsuhr, gefertigt von Jean II Rousseau (1606-1684). Das vergoldete, zeitgenössisch gravierte Messinggehäuse besitzt drei aufklappbare Gehäuseschalen mit facettierten Bergkristallgläsern; das vergoldete Messingzifferblatt mit aufgelegtem silbernen Ziffernring zeigt eine gravierte Stadtansicht im Zentrum. Der Anhänger ist wie eine Schlaufe geformt, verdreht und graviert, und ähnelt einem Blütenstiel.
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Mit Sicherheit eines der Highlights dieser exquisiten Sammlung ist eine mit großen Diamanten und Perlen besetzte Goldemail "Montre Médaillon de Souscription à Tact à Diamant" von keinem geringeren als Abraham Louis Breguet. Die Uhr wurde laut Originalunterlagen der Firma Breguet am 2. Juni 1801 an den kaiserlichen Juwelier Napoleons und Gründer des Hauses Chaumet, Marie-Étienne Nitot verkauft. Diese Uhr ist Teil einer kleinen Serie luxuriöser, mit großen Diamanten ausgestatteter Souscriptions-Uhren, von denen nur insgesamt fünf Exemplare hergestellt wurden und alle an die Familie Bonaparte selbst oder an deren nahes Umfeld geliefert wurden.
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Ein weiteres Highlight stellt eine museale, bedeutende, mit Halbperlen besetzte Goldemail Schnupftabakdose mit Singvogelautomat und eingebauter Uhr mit Viertelstundenrepetition dar. Sie stammt von dem berühmten Pariser Uhrmacher Jean-Hilaire Bassereau (1743-1810) Horloger de l'Empereur et Roy. Bassereau war ein ungewöhnlich vielseitiger Uhrmacher, der eine große Zahl von Luxusartikeln wie Uhren mit Carillon oder Singvogel-Uhren schuf. Das Singvogelwerk stammt wohl aus dem Hause Frères Rochat - zwei Brüder, die kleine Wunderwerke der Mechanik herstellten, wobei besonders der Gesang des Vogels mit seinen Bewegungen, die höchste Komplikation und die Kleinheit des Mechanismus zu erwähnen ist. Sie wurden von Kennern in höchstem Maße geschätzt und an die wichtigsten Höfe Europas verkauft.
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Das Gehäuse, eine Golddose verziert mit transluzid königsblauem und goldenem Champlevé Email stammt aus Paris und wurde gefertigt von dem berühmten Golddosenmacher Étienne-Lucien Blerzy.

96. Auktion, 18. November 2017 Hotel Sheraton, Frankfurt Flughafen