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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

261 Henri Grandjean & Cie., Le Locle, Nr. 29708, Geh. Nr. 16865, 62 mm, 278 g, circa 1890  Außergewöhnliche, hochfeine und schwere, astronomische Vierfarben-Gold Prunksavonnette mit Viertelstundenrepetition, Chronograph, doppelter Zeitangabe, Wochentags- und Monatsan- zeige, retrogradem Datum, Mondalter und Mondphase - gefertigt für den spanischen Markt Geh.: 18Kt Gold, “à quatre couleurs”, à goutte, allseitig reich punziert und graviert mit aufwändigem Rankenekor, die Deckel auf der Vorder- und Rückseite mit vierfarbigem Gold Reliefdekor in Form von Iris-Blüten, nummerierte, signierte und guillochierte Goldcuvette, Gehäusemacher- Punzzeichen “LG”, Schieber für Repetitionsauslösung, Werksverglasung. Zffbl.: Email, innerer Ring mit radialen röm. Stunden, äußerer Ring mit zweiter Zeitangabe mit arab. Stunden und Chronograph, kleine Sekunde, Öffnung für kobaltblau emaillierte, goldene Mondphasenscheibe mit goldenem Mond und Sternen, retrograde Datumsanzeige, retrograde Mondalteranzeige, zwei Hilfszifferblätter für Anzeigen des Wochentages und des Monats, Spade-Zeiger. Werk: Brückenwerk, signiert, vernickelt, “fausses côtes” Dekoration, 37 Jewels, fein geschliffene, anglierte Chrono- graphen-Stahlteile, Schaltrad, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, Goldräderwerk, wolfsverzahnte Aufzugsräder, Goldschrauben-Komp.-Unruh, Ausgleich- sanker. Dieses Stück ist das perfekte Ergebnis der Zusammenarbeit eines Meistergoldschmiedes und eines begnadeten Gehäusemachers. Das aufwendige Gehäuse besteht aus mehr als 27 Einzelteilen und besitzt ein vierfarbiges Hochrelief von auserlesener Qualität. Die in Le Locle hergestellten Gehäuse zählten den besten und schönsten des ganzen Landes und waren berühmt für ihre kunstvollen Goldar- beiten und Gravuren. Diese kunstvolle Art von Gehäuse wurde gewöhnlich für den spanischen und südamerikanischen Markt produziert. Henri Grandjean (1803 - 1889) Schweizer Chronometerfabrikant. Henri Grandjean wurde am 14. Dezember 1803 in Le Locle geboren. Er war von 1824 bis 1830 mit der Organisation der südamerikanischen Niederlas- sungen der Firma seines Vaters betraut. Sein Bruder Henri Gustave siedelte 1830 nach Peru und bemühte sich ab dann um die südamerikanischen Niederlassungen. Den Beruf eines Uhrmachers erlernte er in seiner Heimatstadt. Um 1830 begann er in seiner Fabrik “Henri Grandjean & Cie.” mit der Fertigung von Marinechronometern nach englischem Vorbild. Sein Geschäftspartner war Edouard Thévenaz. Mit Louis Jean Richard und Ulysse Nardin war Henri Grandjean Begründer der schweizerischen Marinechronometerfer- tigung. 1831 heiratete Grandjean die Tochter von Isaac Pierre, Elise Montandon. Er erbat und erhielt die Erlaubnis, Uhrmacherschulen einzurichten. Er gründete die Sternwarte zu Neuchâtel. Später betätigte er sich auch als Politiker. Er war Abgeordneter und Präfekt von Le Locle. In La-Chaux- de-Fonds bemühte er sich um das Quartier-Neuf, welches dann 1855 errichtet wurde, mit dem Ziel die Immobilienspekulation zu bremsen und günstige Wohnmöglichkeiten für die Arbeiterfamilien zu schaffen. Nach ihm ist heute in Le Locle eine Straße benannt, die rue Henri- Grandjean. Henri Grandjean verstarb am 21. März 1889 in Le Locle. Quelle: http://watch-wiki.org/index.php?title=Grandjean,_Henri, Stand 31.03.2014. 38830  G: 2 Z: 2 W: 2, 41, 51  120.000 - 150.000 EUR 164.400 - 205.600 USD 1.272.000 - 1.590.000 HKD

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