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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

293 Adolf Kittel, Hamburg-Altona, Nr. 65, Höhe 1320 mm, circa 1910  Bedeutende Präzisions-Sekundenpendeluhr, erworben im Jahr 1912 von der Hamburger Sternwarte - Uns sind insgesamt nur 19 Uhren von Adolf Kittel bekannt, darunter sechs Sekundenpendeluhren, inklusive der vorliegenden Geh.: Nussbaum, furniert, dreiteilige Frontverglasung, Amplitudenskala, Messing Inven- tarschild: “Hamburger Sternwarte, Bergedorf, Marke: Uhr 7”. Zffbl.: versilbert, signiert, eingelegte arab. 24 Stundenanzeige bei “6”, äußere eingelegte arab. Minuten mit Fünfmi- nutenteilung, eingelegte arab. Sekunden bei “12”, Aufzugsvierkant im Stundenrohr, gebläute Zeiger. Werk: massives Trapezform-Messingwerk, zaponiert, massive Werkspfeiler, Gewichtsantrieb, Grahamhemmung mit Saphirpaletten, Quecksilber-Kompensationspendel mit Stahlpendelstange, verschraubter Stahlbehälter für Quecksilber und Justiermutter, Kontaktvorrichtung. Die Uhr wurde im Januar 1912 für RM 600 von der Hamburger Sternwarte erworben (“Der Instrumentenbestand der Sternwarte erfuhr eine Vermehrung durch folgende Anschaffungen: […] eine astronomische Präzisionspendeluhr Kittel Nr. 65, ein elektrisches Sekunden-Zifferblatt und ein polarisiertes Relais von A. Kittel […]”). Jahresberichte der Hamburger Sternwarte in Bergedorf, 1912, S. 2. Bei letztgenanntem Objekt dürfte es sich um die Nr. 52 im Astronomisch-Physikalischen Kabinett Kassel handeln. Mit freundlicher Unterstützung von Herrn PD Dr. Günther Oestmann Adolf Kittel Adolf Kittel wurde 1845 in Aurich geboren. Bald danach kam er nach Altona. 1877 waren schon mehrere seiner Uhren in Hamburg und Altona prämiert worden. Auch an den Chronometerprüfungen der Seewarte nahmen seine Uhren regelmäßig teil. Besondere Spezialitäten von ihm waren bei den Chronometern die Chronometer ohne Schnecke, ein neues Chronometer-Echappement, eine Hilfskonstruktion für Temperaturschwankungen u.a., bei den Pendeluhren eine eigene freie Hemmung, eine am Pendel angebrachte Barometerkompensation für Luftdruckschwankungen. Auch verschiedene astronomische Pendeluhren lieferte er an deutsche und ausländische Sternwarten. Auf der Gewerbe- Ausstellung in Hamburg im Jahr 1889 hatte er eine astronomische Pendeluhr ausgestellt, die dann in den Besitz der Hamburger Sternwarte überging (Kittel Nr. 25). 1911 gab Kittel seine Altonaer Werkstatt auf und verkaufte mit der Hilfe Schorrs seine restlichen Chrono- meter. Doch während des Krieges und der danach beginnenden Rezession waren die Mittel, die er sich als kleine Rente zurückgelegt hatte, bald aufgebraucht. Im November 1919 zog Kittel aus Altona nach Aurich zu seiner Familie. Dort verschlechterte sich seine wirtschaft- liche und gesundheitliche Lage, schließlich starb Kittel am 4. Oktober 1921. Quelle: http://www.friedensblitz.de/sterne/navschu/Kittel.htm 38175  G: 3, 30 Z: 2, 9 W: 3, 30, 41  35.000 - 40.000 EUR 48.000 - 54.900 USD 371.000 - 424.000 HKD

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