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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

316* Breguet & Comp.ie / Aimé Jacob, Paris, Werk Nr. 10156, circa 1860 Hochfeiner und seltener, ebonisierter Standregulator mit 30-Tage Werk und Sekundenpendel Geh.: Eiche, ebonisiert. Rechteckiges Gehäuse mit hohem, profilierten Sockel auf vier gedrückten Kugelfüßen, verglaste Fronttüre und Oberteil; gestufter, profilierter Kranz. Zffbl.: Email, innerer Ziffernring mit radialen röm. Stunden, Zentralsekunde, Aufzugsvierkant bei “6”, gebläute Breguet- Zeiger. Werk: massives Rechteckform-Messingwerk, RohWerk: Aimé Jacob, signiert “Breguet & Comp.ie.”, Fünf-Räderwerk, modifizierte Grahamhemmung mit Steinpaletten ohne Rückführung; Antrieb über einzelnes, schweres Gewicht, aufgehängt an einer Doppeltragfeder, welche an einer schweren Eisengusskonsole, die mit dem Gehäuse verbunden ist, montiert ist; schwere Zylinder-Pendellinse auf hölzernem Pendelstab mit Mikrometerfeinregulierung. Der massive Scheibenpendel mit Holzstab wurde oft bei sogenannten “régulateurs doméstiques” verwendet, da Holz - anders als Metall - nicht auf Temperaturwechsel reagiert. Dies ist auch einer der Gründe, warum solche Pendel in Wandregulatoren aus Wiener Manufakturen ihre Verwendung fanden. Jean-Aimé Jacob (1793 - 1871) Jean-Aimé Jacob wurde am 28. November 1793 in Sisteron, Basse-Alpes geboren. Das Uhrmacherhandwerk erlernte er in Paris, zuerst ab April 1813 bei Pierre Louis Berthoud. Da dieser aber in September verstarb, bat die Witwe Claire Thérèse Berthoud die Uhrmacher Jean François Henri Motel das Unternehmen ihres verstorbenen Mannes zu leiten. Motel sorgte für die weitere Ausbildung von Jean-Aimé Jacob und Jacques Fesche bis 1816. Ab April 1816 vervollkommnete Jacob seine Fähigkeiten in der Werkstatt von Breguet dank der Intervention von Abraham-Louis Breguet. Kurz nach 1840 gründete er in Saint-Nicolas d’Aliermont ein Atelier. Saint-Nicolas d’Aliermont und die umliegenden Ansiedlungen besaßen zu dieser Zeit bereits einen sehr guten Ruf in der Uhrenbranche und waren berühmt für die Produktion von zahlreichen Reiseuhren. In diesem Umfeld zu jener Zeit galt Jacob als einer der am besten ausgebildeten Uhrmacher. Berühmtheit erlangte er vor allem durch seine Chronometer, Chrono- graphen und Regulatoren. Seine Chronographen verfügten bereits über einen von ihm etwickelten Sekundenstopp-Mechanismus. Ab 1832 bis 1867 gewann er für seine Uhren und Chronometer bei verschieden Ausstellungen in Paris, goldene und silberne Medaillen und Auszeich- nungen. Daneben wurde er 1856 Mitglied der Jury bei der Regionalaus- stellung in Rouen. Er wurde am 19. November 1859 zum Ritter der Ehren- legion ernannt. Jean Aimé Jacob verstarb am 30. Januar 1871 in Dieppe. Quelle: http://watch-wiki.org/index.php?title=Jacob,_Jean-Aim%C3%A9/ de, Stand 26.03.2014. Jean-Aimé Jacob, der sich selbst als Schüler von Berthoud und Breguet bezeichnete, war berühmt für seine Uhren mit einer Gangreserve von einem Jahr - ein Mechanismus, der vor dem letzten Quartal des 19. Jahrhunderts kaum eingesetzt wurde; er verbreitete sich erst, nachdem das Torsionspendel erfunden worden war. Uhrmacher begannen um die Mitte des 18. Jahrhunderts, Regulatoren zum Stellen ihrer eigenen Uhren und für den Gebrauch in bedeutenden Häusern herzustellen; davor waren diese Regulatoren hauptsächlich für den Einsatz in Observatorien produ- ziert worden. Die sogenannten “Haus-” Regulatoren hatten gewöhnlich Holzstäbe und schwere Messinggewichte, denn der Holzstab reagierte nicht auf Temperaturschwankungen. So konnten weitere Kompensations- instrumente eingesetzt werden - dies war wesentlich kostengünstiger als die Herstellungen eines Kompensationspendels aus Metall. Die meisten Hersteller in Wien setzten die Holzstäbe aus diesem Grund in ihren Wandregulatoren ein. 38716  G: 2, 17 Z: 2 W: 2, 41  30.000 - 40.000 EUR 41.100 - 54.900 USD 318.000 - 424.000 HKD

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