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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

322 John Ellicot, London / George Michael Moser, London, Werk Nr. 3813, Geh. Nr. 3813, 49 mm, 137 g, circa 1753 Feine, seltene Doppelgehäuse-Taschenuhr “Herkules am Schei- deweg” Geh.: Außengehäuse - Gold, Repoussé-Gehäuse, signiert “Moser”, Darstellung von “Herkules am Scheideweg”, gravierte und punzierte Voluten und Rankwerk, à goutte, großes Außenscharnier. Innengehäuse - Gold, glatt, Gehäusemacher-Punzzeichen “JB”, signierte und nummerierte Werkschutzkappe. Zffbl.: Email, radiale röm. Stunden, gebläute “Poker & Beetle”-Stahlzeiger. Werk: Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, feuerver- goldet, aufgelegte, gravierte Zierelemente, Kette/Schnecke, durchbrochen gearbeitete Werkspfeiler, Zylinderhemmung, dreiarmige Stahlunruh, großes Stahlzylinderrad, feinst floral gravierter, durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben, großer chatonierter Diamantdeckstein. Diese Uhr ist abgebildet und beschrieben in: “The Art Of The Gold Chaser” von Richard Edgecumbe, Oxford 2000, Seite 107, Abb. 90. John Ellicott (1706 - 1791) Einer der bedeutendsten englischen Uhrmacher, etablierte sich um 1728 und wurde 1738 ein Mitglied der Royal Society. Ellicot war der Erfinder eines Kompensationspendels und trieb die Anwendung der Zylin- derhemmung nur einige Jahre nach ihrer Verbesserung durch Graham voran. In einigen seiner späteren Exemplare war der Zylinder aus Rubin. George Michael Moser (1706-1783) George Michael Moser wurde am 17. Januar 1706 in Schaffhausen geboren. Er erlernte die Kunst des Punzierens und Vergoldens von seinem Vater Michael, einem Kupferschmied. Moser zog 1726 nach London, um für den Goldschmied und Punzierer John Valentine Haidt zu arbeiten. Ab 1737 arbeitete er selbständig in den Craven Buildings nahe Drury Lane; neben seinen Punzierarbeiten stellte er auch feine Emaillegehäuse her, von denen nur noch etwa 20 erhalten sind. Moser entwarf das Großsiegel von Georg III. und malte für Königin Charlotte Emailleportraits ihrer Kinder. In den 1740er Jahren wurde Moser zu einer angesehenen Persönlichkeit an der St Martins Lane Academy; im Jahr 1769 wurde er zum ersten Keeper der Royal Academy ernannt. Die von ihm geschaffenen Repoussé-Arbeiten gehören zu den höchstwertigen seiner Zeit. Moser arbeitete mindestens bis in die späten 1770er Jahre und war bis an sein Lebensende für die Royal Academy tätig. In seiner Ausgabe vom 30. Januar 1783 schrieb das Gentleman’s Magazine, dass Moser “in einem prachtvollen Beerdigungszug zu Grabe getragen wurde, an dem herausragende Künstler mit Sir Joshua Reynolds an ihrer Spitze teilnahmen, unter anderem Sir William Chambers. Neben zehn Trauerkutschen waren auch zwei Herrenkutschen Teil des Trauer- zuges.” In “The Art of the Gold Chaser in Eighteenth-Century London” widmet Richard Edgcumbe dem Werk Mosers mehr als 40 Seiten Text und zahlreiche Illustrationen. Herkules am Scheideweg Er handelt von dem griechischen Helden Herkules, der sich zwischen einem mühelosen, aber kurzfristigen und moralisch verwerflichen und einem beschwerlichen, aber tugendhaften und langfristig beglückenden Lebensweg entscheiden muss. Der Stoff wurde vielfach in der Kunst rezipiert. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Herakles_am_Scheideweg, Stand 20.02.2014. 38328  G: 2, 23 Z: 2 W: 2, 41, 51  10.000 - 20.000 EUR 13.800 - 27.500 USD 106.000 - 212.000 HKD

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