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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

365 364 Frères Melly à Paris, Geh. Nr. 9710, 63 mm, 174 g, circa 1810  Seltene, schwere und große Herrentaschenuhr mit Viertelstundenre- petition und 8-Tage-Werk Geh.: 18Kt Gold, guillochiert, Signatur “E. S. Sivan”, guillochiertes Mittelteil, Gehäusemacher-Punzzeichen “JR”, Drücker für Repetition über Pendant. Zffbl.: Email, Geheimsignatur: “Frères Melly”, arab. Zahlen, gebläute Breguet-Zeiger. Werk: Brückenwerk, vergoldet, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, großes fliegendes Federhaus mit Stellung, Zylinderhemmung mit gestürztem Zylinderrad, Ringunruh. 38816  G: 2, 10 Z: 2, 4, 33 W: 2, 8, 41, 51  4.000 - 6.000 EUR 5.500 - 8.300 USD 42.400 - 63.600 HKD Lepine à Paris “Invenit et Fecit”, Horologer de Roy, Paris, Geh. Nr. 5229 702, 54 mm, 116 g, circa 1789 Extrem seltene Herrentaschenuhr mit Lépines wolfsverzahntem Räderwerk, Viertelstundenrepetition “à toc et à tact” und Lepines Geheimmechanismus zum Öffnen des Gehäuses Geh.: 18Kt Roségold, glatt, à goutte, Gehäusemacher-Punzzeichen “GM” (Guillaume Mermillod), Drücker für Repetition über Pendant, Öffnung des Gehäuses über Drehung des Pendant. Zffbl.: Email, arab. Zahlen, signiert: “Lepine invenit et fecit”, durchbrochen gearbeitete “Fleur de Lys”- Goldzeiger. Werk: “Lépine”-Kaliber, gekörnt, feuervergoldet, 1 Hammer, wolfsverzahntes “fliegendes” Federhaus, Zylinderhemmung, dreiarmige Ringunruh, wolfsverzahntes Räderwerk für Gehwerk und Schlagwerk. Jean-Antonine Lépine (1720-1814) Im Jahre 1744 ging Lépine nach Paris, um in der Werkstatt von André- Charles Caron zu arbeiten. Nach der Hochzeit mit Carons Tochter legte er 1756 die Meisterprüfung ab. Lépine wurde 1763 bekannt, als er eine neuartige Mechanik für Taschenuhren mit Schlagwerk erfand, die 1766 in den “Mémoires de l’Académie des Sciences” veröffentlicht wurde. 1765 ernannte man ihn zum “Horloger du Roi”, ein Jahr später übernahm er die Werkstatt seines Schwiergervaters Caron. Durch sein Konzept, die Rückplatine durch Brücken und Kloben zu ersetzten, um die Wartung der Uhren wesentlich zu erleichtern, gelang ihm 1770 der Durchbruch. 1792 bildete er eine Partnerschaft mit Claude-Pierre Raguet und nannte sich fortan “Horloger du Roi”. Lépine-Kaliber Diese Uhr hat die für die frühen Lepine-Uhren aus den 1770er Jahren typische Anordnung, die man heute als Lepine-Kaliber bezeichnet; die Wolfsverzahnung, die Lepine als erster einsetzte, um das Räderwerk zu schützen sowie auch den Repetitionsmechanismus, den Lepine 1763 erfunden und 1766 in „Mémoir of the Académie des Sciences“ veröf- fentlicht hatte: “The King’s Mechanical Expert”. Es handelte sich hierbei um eine bahnbrechende Konstruktion, bei der die Stunden- und Viertel- stundenrechen direkt auf die Aufzugswelle aufgebracht wurden – und die somit die empfindliche Aufzugskette eliminierte. Die vorliegende Uhr verschafft uns auch neue Kenntnisse über Lepines Produktionsmethode. Der Hersteller des Rohwerkes war höchstwar- scheinlich Descombaz; er war einer der wichtigsten unter Lépins und Breguets Rohwerkherstellern. George Washington besaß seit April 1789 eine seiner Uhren (ohne Repetition), sie befindet sich heute in der Sammlung der Historical Society of Pennsylvania. 38806  G: 2, 10 Z: 2, 16 W: 2, 41, 51  12.000 - 15.000 EUR 16.500 - 20.600 USD 127.200 - 159.000 HKD

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