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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

71 A. Lange & Söhne Glashütte B/Dresden, Werk Nr. 29564, Geh. Nr. 29564, Cal. 43, 54 mm, 157 g, circa 1891  Bedeutende und überaus seltene Glashütter Savonnette mit Minutenrepetition und Gehäusedekoration nach Prof. Carl Ludwig Graff, verkauft am 26.08.1891 an die Firma Dürrstein & Co., Dresden für 1150 Mark, ehemals mit Gangregister der Sternwarte Leipzig - gefertigt in Qualität 1A - mit Lange-Stammbuchauszug Geh.: 18Kt Roségold, aufwändig graviert mit Motiven aus der Renaissance nach einem Entwurf von Prof. Graff, teilweise opak schwarz emailliert, Monogrammkartusche mit graviertem Monogramm “CEJ” auf der Vorder- seite, rundes Medaillon mit gravierter Darstellung Minervas, der Göttin des Handwerks, der Weisheit und der schönen Künste im Zentrum des Rückdeckels; Gehäuseform “Lucia à goutte”, Goldcuvette, Schieber für Repetitionsauslösung, Werksverglasung. Zffbl.: Email, arab. “Empire” Zahlen, kleine Sekunde, Louis-XV-Goldzeiger. Werk: 3/4-Platinenwerk, Neusilber, geschliffen, verschraubte Goldchatons, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, 31 Jewels, Goldschrauben-Komp.-Unruh, floral handgravierter Unruh- kloben, Rückerfeder-Feinregulierung, Goldanker und -ankerrad, chato- nierter Diamantdeckstein auf Unruh. Zu der Historie der Glashütter-Uhrenindustrie schreibt Bernd Schaarschmidt: “Johannes Dürrstein (1845-1901), hatte den ersten Alleinvertrieb von Lange-Uhren für Deutschland ab 1874. Seine Bemühungen galten vordergründig der Aufmerksamkeit für eine stilgerechte, moderne und zeitgeschmacklich ausgerichtete Gehäuseform und deren Dekoration an Taschenuhren. - Schon wenige Jahre später ließ er von Prof. Karl Ludwig Theodor Graff, der 1875 als leitender Direktor an die Dresdner Kunstge- werbeschule bestellt wurde, Entwürfe dieser Art ausführen. Beide Männer verband zeitlebens eine Freundschaft. Ab den 80er Jahren wurden immer häufiger Prunkdekorationen ausgeführt, in deren Medaillon das Bildnis der römischen Göttin Minerva aus der Antike zu sehen ist. In der römischen Antike wird Minerva in dreifacher Hinsicht verehrt. Als Göttin des Handwerks, der Weisheit und als Göttin der schönen Künste. Prof. Graff, der den ersten Preis des Preisausschreibens für Gestaltung und Dekoration an Taschenuhrgehäusen im Jahre 1890 an der Kunstgewerbeschule mit seinem Entwurf erhielt, ließ sich diesen gesetzlich schützen. Initiator dieser Veranstaltung war einmal mehr J. Dürrstein.” 38481  G: 2, 33 Z: 2 W: 2, 41, 51  50.000 - 80.000 EUR 68.500 - 109.700 USD 530.000 - 848.000 HKD

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