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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

621 “VS” (Ulrich Schniep, München), 155 x 155 x 90 mm, circa 1580 Museale, astronomische, einzeigrige, quadratische Horizon- taltischuhr mit Viertelstunden-, Stundenselbstschlag “Grand Sonnerie”, Mondphase, Mondalter und 24h-Anzeige Geh.: Messing, feuervergoldet, die Seiten mit durchbrochen gearbeiteten, floralen Silberapplikationen, jeweils im Zentrum Silberkartuschen mit Portraitdarstellungen dreier zeitgenössich gekleideter Damen und eines Herren im Profil; vier profilierte Füße, 3 Bodenglocken. Zffbl.: Silber, graviertes Blüten- und Rankendekor; aufgelegter, gravierter Messing Ziffernring mit Tastknöpfen, arab. Minuten, radialen röm. Stunden und arab. 24h-Anzeige. Im Zentrum rotierende Scheibe mit Zeiger für die Indikation des Mondalters, darauf eine rotierende Scheibe mit kreisrundem Ausschnitt für die Anzeige der Mondphase, Eisenzeiger. Werk: quadratisches Messingwerk, feuervergoldet, monogrammiert, aufgelegte, gravierte, durchbrochen gearbeitete, florale Zierelemente, Kette/Schnecke/Federhaus für Gehwerk, 3 floral gravierte Federhäuser für Stundenschlagwerk und Viertelstundenschlagwerk, balusterförmige Werkspfeiler, 3 Hämmer, Kontrollzifferblatt für Viertelstundenschlag, zwei Schlossscheiben, Spindelhemmung, spätere dreiarmige Stahlunruh, spätere durchbrochen gearbeitete, feinst floral gravierte Unruhbrücke. Ulrich Schniep (gest. 1588) Deutscher Uhr- und Sonnenuhrmacher Schniep wurde in Wiesensteig (nahe Ulm) geboren. Über seine Kindheit und Ausbildung ist nichts bekannt. Er kam im Jahre 1545 nach München wo er 1554 das Bürgerrecht erhielt. Er arbeitete zunächst für den Herzog Albrecht V. Dessen Nachfolger, Wilhelm V., stellte Schniep dann als Hofuhrmacher an. Im ersten Band des Werkes Wissenschaftliche Instru- mente in ihrer Zeit wird Zinner dahingehend zitiert, dass Schniep im Jahre 1566 auch ein Instrument für Kaiser Maximilian II. gebaut haben soll, von dem aber nichts Näheres bekannt ist. Bei seinen Reisesonnenuhren ist der Einfluss von Christoph Schißlers Uhren als Vorbild unverkennbar. Viele seiner Sonnenuhren sind erhalten geblieben. Sein Sohn Alexius war ebenfalls Uhrmacher. Von ihm ist eine Pulverflasche mit eingebauter Sonnenuhr erhalten, die heute zu der Sammlung des Uhrenmuseum Beyer Zürich gehört. Quelle: http://watch-wiki.org/index.php?title=Schniep,_ Ulrich_%28gest._1588%29, Stand 20.03.2014. Lit.: Jürgen Abeler, “Meister der Uhrmacherkunst”, 2. Auflage, Wuppertal 2010, S. 651. 38679  G: 2, 23 Z: 2 W: 2, 18, 41, 51  22.000 - 30.000 EUR 30.200 - 41.100 USD 233.200 - 318.000 HKD

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