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Auktionen Dr. Crott 89. Auktion D

135* 136 136 135* Antoine Rojard zugeschrieben, Schweiz, 37 x 21 x 11 mm, 17 g, circa 1800 Außergewöhnliche, halbperlenbesetzte, lanzettförmige Ringuhr mit Sekundenanzeige Geh.: 18Kt Roségold, mit Halbperlen besetzte Lunette, floral gravierter Rand, die Rückseite mit Aufzug, Stellmechanismus und Regulieröffnungen. Zffbl.: Email, in der unteren Hälfte dezentraler Ziffernring mit arab. Zahlen für Minuten und Stunden und dezentraler Ziffernring mit arab. Zahlen für Sekunden oben, gebläute Zeiger. Werk: lanzettförmiges Formwerk, gekörnt, vergoldet, Zylinderhemmung. Ringuhren Nur wenige Uhrmacher besaßen die Fähigkeit Ringuhren anzufertigen, die als Wunder der Uhrmacherkunst angesehen wurden. Um 1800 waren aller Wahrscheinlichkeit nach nur Piguet et Capt, Antoine Rojard und Pierre Simon Gounouilhou in der Lage, diese herzustellen. Von etwa 60 Ringuhren aus dieser Zeit, die uns bekannt sind, sind lediglich drei signiert bzw. die Signatur (von Piguet et Capt) wurde eingekratzt. Die vorliegende Uhr ist im Stil von Antoine Rojard gefertigt, dessen Ruhm sich auf eine Ringuhr gründete, die angeblich von Napoleon Bonaparte getragen wurde. Rojard und Humbert waren praktisch die einzigen Konkurrenten, die Jaquet-Droz und sein Kreis hatten. In einem Brief an Frisard schrieb Leschot über einen Angestellten, dass es “wohl am besten ist, ihn mit Fingerspitzengefühl zu behandeln… Er könnte uns Schaden zufügen, wenn er zu Humbert oder Rojard abwandert”. Die Miniaturisierung in der Uhrmacherkunst kam bereits im 14. Jahrhundert auf - im frühen 17. Jahrhundert stand sie bereits in voller Blüte. Ein deutscher Uhrmacher stellte eine kleine Uhr mit Federbremse her, deren Werk nur 10 mm groß war! Viele Uhrmacher waren schon in den 1580er Jahren von der Idee fasziniert, eine Uhr in einen Ring einzupassen, es gelang jedoch nur einigen von ihnen. In den Anfängen wurden die wenigen gelungenen Stücke meist für Könige, Prinzen oder Prälaten gefertigt. Im Metropolitan Museum of Art gibt es eine sehr frühe Ringuhr, die auf 1560 datiert ist und mit “I.W.” signiert ist. Die Archive in Mantua enthalten einen Brief von James Widman an den Herzog von Mantua mit Verweisen auf drei Ringuhren; es ist gut möglich, dass eine davon die Uhr ist, die sich im Metropolitan Museum befindet. 1764 übergab der junge John Arnold eine außergewöhnliche Ringuhr an König Georg III. von England. Die Uhr besaß einen 7 1/2-Minutenschlag und war trotz ihrer 120 Bauteile weniger als zwei Zentimeter groß. Dieses Stück begründete Arnolds Ruhm und machte ihn als ausgezeichneten Uhrmacher bekannt. Zar Paul I. von Russland bot Arnold das Doppelte der stattlichen Summe von 500 Pfund an, die König Georg bezahlt hatte, aber Arnold lehnte das Angebot ab. Die vorliegende Uhr entstammt dieser Tradition. Die Tatsache, dass sie Rojard zugeschrieben wird gründet sich auf die technischen Ähnlichkeiten des Werkes mit dem der Uhr Rojards, die von Napoleon getragen wurde (verkauft während einer Auktion in Genf am 13. November 2010 für 92.500 Schweizer Franken). 38618  G: 2, 10 Z: 2 W: 2, 41, 51  7.500 - 10.000 EUR 10.300 - 13.800 USD 79.500 - 106.000 HKD Mallet à Paris, Werk Nr. 1318, 42 mm, 49 g, circa 1775  Außergewöhnliche Goldemail-Spindeltaschenuhr mit Chatelaine Geh.: Goldemail, mit Halbperlen besetzte Lunetten, kordelförmiges Mittelteil, Rückseite guillochiert und transluzid kobaltblau emailliert, graviertes Golddekor, im Zentrum polychrom emaillierte Champlevé Blumenvase auf goldenem Grund, Emailperlenrahmung. Zffbl.: Email, radiale arab. Zahlen, “Poker & Beetle”-Goldzeiger. Werk: Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, feuer- vergoldet, Kette/Schnecke, konische Werkspfeiler, dreiarmige Messingunruh, fein floral gravierte und durchbrochen gearbeitete Unruhbrücke. 38592  G: 2, 16 Z: 2 W: 2, 41  5.500 - 6.500 EUR 7.600 - 9.000 USD 58.300 - 68.900 HKD

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